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 siehe auch >>> Links zur Energiepolitik
 Broschüre: Sparsame Haushaltsgeräte (PDF-Datei)
 Sächsische Bauherrenmappe der Sächsischen Energieagentur

Energieberatung



Tipps der Verbraucherzentrale 10/2018



Tipps der Verbraucherzentrale 04/2018



13.07.2017
Haushaltsgerät: Ersetzen oder behalten?
Mit der Gutscheinaktion der Energieberatung Stromkosten drosseln

Die Waschmaschine hat schon zig Jahre auf dem Buckel, leistet aber noch immer ihre treuen Dienste. Die Gefriertruhe scheint überdimensioniert, seitdem die Kinder aus dem Haus sind. In solchen Fällen stellen sich Verbraucher viele Fragen: Müssen die Energiefresser ersetzt werden? Sind es überhaupt Energiefresser? Wie findet man heraus, ob sich eine Investition rechnet? Bis zum 31. August 2017 beantworten die Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen diese Fragen im Rahmen einer Gutscheinaktion kostenfrei. Wer in diesem Zeitraum den Gutschein einlöst, bekommt neben praktischen Tipps zum eigenen Nutzerverhalten auch Antworten auf Fragen zu konkreten Stromfressern im Haushalt.

Lohnt sich der Kauf einer neuen Waschmaschine? Speziell bei Waschmaschinen, Trocknern und Kühlschränken lassen sich mit einem Neugerät bis zu 80 EUR jährlich sparen. Ein Dreipersonenhaushalt kann mit effizienten Haushaltsgeräten die Strom­kosten um ein Drittel senken. Im Rahmen der Beratung vergleichen die Energie­berater den Stromverbrauch des Altgerätes mit dem eines neuen. Auch alle anderen elektrischen Haushaltsgeräte können Gegenstand der Beratung sein.

Ist der Stromverbrauch zu hoch? Der Stromverbrauch wird durch das Nutzerver­halten und die Ausstattung des Haushaltes beeinflusst. So verbrauchen Sauna, Wasserbetten, Pumpen und Lüfter, aber auch IT-Geräte viel Strom. Je größer der Haushalt ist, auf desto mehr Personen verteilen sich die Kosten. Zudem ist entscheidend, ob das Warmwasser elektrisch erwärmt wird oder mit Hilfe anderer Energiequellen.

Wie findet man das richtige Haushaltsgerät? Wer ein neues Gerät kauft, sollte auf den Energieverbrauch achten. Trotz aller Kritik bieten die Energie-Label eine Orientierungshilfe, um die Energieeffizienz von Haushaltsgeräten miteinander zu vergleichen. Unterschieden werden die Energieeffizienzklassen A+++ bis G. Wobei A+++ für die sparsamsten Geräte steht.

Die Beratung an einem von derzeit 54 Standorten hat einen Wert von rund 60 EUR und richtet sich an Mieter und Eigentümer. Den überwiegenden Anteil der Kosten trägt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Ratsuchende sparen mit dem Gutschein den Eigenanteil von bis zu 10 EUR. Er ist in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale Sachsen und auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de erhältlich. Termine können unter Tel. 0800 - 809 802 400 kostenfrei vereinbart werden.


06.07.2017
Holz, Sonne, Erde oder Gas?
Die richtige Heizung für den Neubau finden

Die Auswahl der Heizungsanlage für ein neues Haus oder eine neue Wohnung ist eine wichtige Entscheidung: Wohnkomfort, Heizkosten und die eigene Klimabilanz der nächsten Jahrzehnte hängen maßgeblich davon ab. Stephan Tannhäuser, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen, erläutert Vor- und Nachteile moderner Heizsysteme.

"Am Markt gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Technologien", erklärt Stephan Tannhäuser. "Am wichtigsten bei der Auswahl ist, dass das System zum Gebäude und seinen Bewohnern passt." Am besten sollte deshalb ein unabhängiger Energie­berater bei der Entscheidung helfen, der nicht auf eine bestimmte Technik festgelegt ist. Standard bei konventioneller Heiztechnik sind heute immer noch Brennwertkessel für Erdgas oder Heizöl. Die Anschaffungskosten sind moderat, dafür fallen regelmäßig Wartungskosten an. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass die Heizkosten mittel- bis langfristig ansteigen werden. Eine Lösung für die nähere Zukunft sollte schon heute möglichst ohne fossile Energieträger auskommen. Deshalb verpflichtet das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz Eigentümer, in Neubauten mit Brennwertkesseln anteilig regenerative Energieträger zu verwenden.

In Form von Pellets oder Scheitholz kann auch Holz als erneuerbarer Brennstoff eingesetzt werden, entweder in Öfen oder in Heizkesseln. Solarthermieanlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung können mit beiden Systemen kombiniert werden. Eine Alternative sind elektrische Wärmepumpen, die Wärme aus Erdreich, Grundwasser oder der Luft ziehen. Sie sind in der Anschaffung teurer. In Neubauten machen sie aber häufig Sinn, da wichtige Voraussetzungen wie eine gute Wärmedämmung oder die Eignung für eine Niedertemperaturflächenheizung (z.B. Fußbodenheizung) meist gegeben sind. Besonders achtsam sollten Eigen­tümer jedoch bei Luftwärmepumpen sein - hier sind die Rahmenbedingungen besonders wichtig. Sie arbeiten sonst oftmals nicht effizient und verursachen dann sehr hohe Stromkosten. Je nach gewählter Heizungsanlage gibt es Fördermöglich­keiten, die in Anspruch genommen werden können. Zumeist müssen die Anträge vor Auftragserteilung gestellt werden. Die einschlägigen Programme können beim Energieberater erfragt werden.

Mehr Informationen zur Auswahl des Heizsystems und zu vielen weiteren Fragen gibt es bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen: online, telefo­nisch oder im persönlichen Beratungsgespräch zu einem geringen Eigenanteil. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter Tel. 0800 - 809 802 400 (kostenfrei).


23.05.2017
Energieausweis: endlich erklärt
Wie kann der Energieausweis Eigentümern, Mietern und Käufern weiterhelfen?

Auf den ersten Blick soll er zeigen, wie energieeffizient ein Gebäude ist: Der Energieausweis. Eigentümer, Mieter und Käufer sollen Klarheit erhalten über die zu erwartenden Energiekosten einer Immobilie. Ob der Energieausweis diese Aufgabe erfüllt, und welche Informationen er tatsächlich enthält, erläutert Rainer Flegel, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen.

Was steht drin?
Den fünfseitigen Energieausweis gibt es in zwei Formen: Als Bedarfsausweis enthält er die Kennwerte für den Energiebedarf, als Verbrauchsausweis diejenigen für den Energieverbrauch. In vielen Fällen ist jedoch nur der Bedarfsausweis zulässig. Der Energiestandard des Gebäudes wird mittels Energieeffizienzklassen von A+ bis H veranschaulicht. Zudem beinhaltet der Ausweis − soweit möglich − Maßnahmenvorschläge zur Verbesserung des energetischen Gebäudezustands. "Hier handelt es sich um Empfehlungen", betont Flegel.

Wer braucht einen Energieausweis?
Verpflichtend ist der Energieausweis immer dann, wenn ein Gebäude neu gebaut, umfassend saniert, verkauft oder neu vermietet werden soll. Bei der Vermietung müssen die wichtigsten Kenndaten des Ausweises bereits in der Immobilienanzeige genannt werden. Bei der Besichtigung eines Hauses oder einer Wohnung muss der Vermieter den Ausweis oder eine Kopie unaufgefordert aushändigen oder gut sichtbar aushängen.

Wer stellt den Energieausweis aus?
Ein Energieausweises muss von Fachleuten mit besonderer Qualifikation ausgestellt werden. Ein amtliches Zertifikat oder eine vollständige Liste aller Aussteller gibt es allerdings nicht. Wichtig ist: Ein Energieausweis ersetzt keine Energieberatung. "Wer plant, die Empfehlungen umzusetzen, sollte eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen", empfiehlt Flegel.

Was kann der Energieausweis nicht?
"Insbesondere der Verbrauchsausweis liefert Mietinteressenten keine genaue Prognose über die künftigen Heizkosten", betont Rainer Flegel. Denn die Werte darin werden maßgeblich vom Nutzerverhalten, zum Beispiel der eingestellten Raumtemperatur und dem Lüftungsverhalten, beeinflusst. Alle Energieausweise beziehen sich außerdem in den meisten Fällen auf das ganze Gebäude, nicht einzelne Wohnungen. Die Lage der Wohnung im Gebäude spielt aber eine erhebliche Rolle für den Energieverbrauch.

Bei allen Fragen zum Energieverbrauch in privaten Haushalten hilft die anbieter­unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Mietern und Eigentümern: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch zu einem geringen Eigenbeitrag. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter Tel. 0800 - 809 802 400 (kostenfrei).


20.04.2017
Ertrag der Solaranlage optimieren
Solarwärme-Check findet Schwachstellen und zeigt Optimierungs­möglich­keiten

Eine solarthermische Anlage gewinnt Wärme aus Sonnenlicht, ohne teuren Brennstoff und schädliche Emissionen. So zumindest die Theorie − denn in der Praxis halten leider nicht alle Anlagen, was sie versprechen. Wie es um die tatsächliche Leistung des Systems bestellt ist, und wie es verbessert werden kann, verrät der Solarwärme-Check der Verbraucherzentrale.

Solarthermische Anlagen versprechen niedrige Heizkosten, zudem werden sie großzügig gefördert. Dementsprechend beliebt ist die Technik. Leider sieht die Realität oft etwas anders aus, wie Angelika Baumgardt, Energieberaterin der Verbraucherzentrale, erläutert: "Viele der von uns bisher geprüften Anlagen bringen deutlich weniger Ertrag als erhofft. Dadurch wird weniger Brennstoff eingespart als geplant. In Extremfällen ist der Verbrauch durch besonders ineffiziente Anlagen sogar gestiegen."

Über 1.000 Anlagen haben die Energieberater im vergangenen Sommer bereits gecheckt. Aufgefallen ist ihnen dabei zum Beispiel, dass oft ein sogenannter Wärmemengenzähler fehlt. Damit ließe sich ganz leicht ablesen, wieviel Wärme die Anlage auf dem Dach tatsächlich liefert. Häufig fehlt außerdem eine ausführliche Anlagendokumentation, die Wartung und Prüfung der Anlage deutlich erleichtern würde. "Als Laie hat man also kaum eine Chance, die Leistungsfähigkeit der eigenen Anlage richtig einzuschätzen", sagt die Expertin. Dabei ist Abhilfe bei vielen Problemen möglich und oft nicht einmal besonders kostenintensiv.

Hier hilft der Solarwärme-Check weiter: Verbraucher erhalten Klarheit über die Leistungsfähigkeit ihrer Anlage und eine Richtschnur, welche Verbesserungen möglich oder sogar nötig sind. Der Energieberater überprüft zentrale Komponenten der Anlage und schließt Messgeräte für die Aufzeichnung wichtiger Systemtemperaturen an. Diese Messdaten werden bei einem zweiten Termin einige Tage später − davon mindestens einem Sonnentag − ausgelesen. Der Energieberater führt alle Daten zusammen, interpretiert die Messergebnisse und analysiert, wie die Effizienz der Anlage verbessert werden kann. Diese Einschätzung erhält der Ratsuchende wenig später als Bericht per Post.

Der Solarwärme-Check ist ein Angebot für alle privaten Verbraucher, die eine solarthermische Anlage zur Warmwasserbereitung und/oder Heizungsunterstützung besitzen. Termine für den Solarwärme-Check können ab sofort unter der kostenlosen Nummer 0800 − 809 802 400 angefragt werden. Die Kostenbeteiligung beträgt 40 Euro, für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Check kostenfrei. Mehr Informationen unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.


30.03.2017
Energielabel für Holzheizungen
Neue Kennzeichnung ab 1. April 2017 verpflichtend

Wer in der kommenden Heizsaison mit einer neuen Holzheizung für kuschlige Tem­pe­raturen sorgen möchte, kann sich ab dem 1. April 2017 an der neuen Kenn­zeich­nung zum Energieverbrauch orientieren. Erhältliche Geräte müssen dann mit dem sogenannten EU-Label versehen sein. Angelika Baumgardt, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Sachsen, erläutert Inhalt und Aussagekraft des Etiketts.

Ziel der entsprechenden EU-Richtlinie ist es, Verbraucher besser über den Ener­gieverbrauch verschiedener Geräte und Systeme zu informieren und so allmählich die Energieeffizienz der auf dem Markt verfügbaren Geräte zu erhöhen. Ab 1. April 2017 wird die Kennzeichnung nun auch für neue Holzpellet-, Hackschnitzel und Scheitholzkessel − die sogenannten Festbrennstoffkessel − Pflicht.

Das Label weist die Einteilung in verschiedene Effizienzklassen auf, die auf einer Farbskala von grün bis rot angegeben sind. Wie bei Elektrogeräten gilt: Je grüner, desto effizienter. Bezeichnet werden die Klassen mit Buchstaben-Codes von A++ bis G. "Die meisten Holzpelletkessel kommen vermutlich in die Klasse A+", erwartet Angelika Baumgardt. "Ist es ein Brennwertkessel, kann auch A++ erreicht werden. So genannte Verbundanlagen − kombiniert mit einer Solaranlage − erreichen jeweils die nächstbessere Klasse." Anders als bei Elektrogeräten dient das Label also nicht in erster Linie dazu, Geräte verschiedener Hersteller zu vergleichen, sondern be­wertet die Effizienz verschiedener Heizkesseltypen. Holzpelletkessel haben deshalb regelmäßig eine bessere Effizienzklasse als Öl- oder Gaskessel.

Verbindlichen Aussagen über die zu erwartenden Heizkosten liefert das Label den­noch nicht, so Baumgardt: "Die Heizung muss zum Gebäude und zu den Bewohnern passen. Und auch der effizienteste Heizkessel kann nicht sparsam arbeiten, wenn Rohrsystem oder Regelung nicht in Ordnung sind." Die Expertin fasst zusammen: "Das Label ersetzt kein Gesamtkonzept für das Haus. Am besten holen sich Ver­braucher, die ihre Heizung erneuern wollen, unabhängige Beratung."

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale Mietern und Eigentümern: online, tele­fo­nisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch zu einem symbolischen Ei­genanteil von 5 EUR pro halbe Stunde oder einem Energie-Check vor Ort. Für ein­kommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die Bera­tungs­angebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 − 809 802 400 (kostenfrei).


09.03.2017
Das Kraftwerk im Keller
Wann rechnet sich ein Blockheizkraftwerk?

Anlagen zur Kraftwärmekopplung, oft Blockheizkraftwerke oder kurz BHKW genannt, erzeugen gleichzeitig Strom und Wärme. Sie sind also besonders effizient. Lange Zeit lohnte sich ihr Einsatz in Ein− oder Zweifamilienhäusern aber kaum. Sowohl bei den Geräten selbst als auch bei den Förderprogrammen hat sich jedoch in den vergangenen Jahren viel getan.

"BHKW sind Mini-Kraftwerke für den Einsatz in Ein− oder Mehrfamilienhäusern − zumeist normale Motoren, die mit Erdgas oder Heizöl betrieben werden", erläutert Thomas Posanski, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen. "Bei kleineren Geräten, sogenannten Nano-BHKW, gibt es auch innovative Technologien wie Stirling-Motoren oder Brennstoffzellen." Alle Modelle erzeugen aus dem eingesetzten Brennstoff nicht nur Strom, sondern nutzen auch die anfallende Wärme für Heizung und Warmwasser. Sie sind also unter Klimaschutzaspekten empfehlenswert.

Dennoch waren die Geräte lange Zeit meist keine Option für Privathaushalte: zu teuer in Anschaffung und Betrieb, zu groß, um bei geringem Strom− und Wärmeverbrauch effizient zu arbeiten. Hier hat sich in den vergangenen Jahren einiges verändert, betont Posanski: "Mit den Nano-BHKW gibt es heute eine Geräteklasse, die mit einer maximalen elektrischen Leistung von 2 Kilowatt gut auf den Bedarf von Ein− bis Zweifamilienhäusern zugeschnitten ist. Außerdem werden Anschaffung und Betrieb von BHKW durch zahlreiche Förderprogrammen unterstützt. Sie sind deshalb deutlich häufiger eine wirtschaftliche Alternative als früher."

Ob ein BHKW eine gute Lösung für das eigene Zuhause ist, hängt aber vom jeweiligen Gebäude und dem individuellen Wärme− und Strombedarf ab. Die Wirtschaftlichkeit kann daher, so der Energieberater, immer nur im Einzelfall beurteilt werden. Wer sich für ein BHKW interessiert, sollte deshalb eine Beratung bei einem unabhängigen Experten in Anspruch nehmen, der nicht nur alle Förderprogramm kennt, sondern auch die energetische Situation des Gebäudes bewerten kann.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale Mietern und Eigentümern: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch, zu einem Eigenanteil von 5 EUR pro halbe Stunde. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter 0800 − 809 802 400 (kostenfrei).


22.02.2017
Fitnessprogramm für die Heizung
Verbrauch senken, Förderprogramme nutzen

Viele Heizungsanlagen arbeiten nicht optimal und verursachen unnötig hohe Heizkosten. Oft reichen kleine Investitionen, um die Kosten spürbar zu senken. Angelika Baumgardt, Energieberaterin der Verbraucherzentrale Sachsen, stellt einige Stellschrauben vor:

Heizungswasser zu warm: "Ist das Heizwasser wärmer als nötig, kommt die von den Heizkörpern nicht genutzte Wärme zum Kessel zurück. Ein Brennwertkessel kann dann seine Vorteile nicht voll nutzen und über das Rohrleitungssystem entstehen unnötig hohe Verluste", so Baumgardt. "Eine Anpassung der Einstellwerte in der Heizungsregelung kann hier bereits Abhilfe schaffen."

Dämmung der Rohrleitungen: Heizungsrohre in unbeheizten Räumen müssen gedämmt sein, sonst geht sehr viel Wärme verloren. Hier kann man auch selbst handwerklich tätig werden. "Die Dämmung sollte dabei etwa so dick sein wie das Rohr selbst", erklärt Baumgardt.

Verteilung des Heizungswassers: Oft werden einige Heizkörper viel zu warm, meist im Erdgeschoss, andere hingegen nicht warm genug − häufig im entlegenen Dachgeschoss. Ein sogenannter hydraulischer Abgleich kann hier für eine gleichmäßige Verteilung sorgen. Dazu wird an den Thermostatventilen der Heizkörper die Wassermenge einreguliert. Dann fließt durch die Heizkörper genau so viel Heizungswasser, wie benötigt wird um den Raum optimal zu beheizen. Eventuell müssen dafür neue Thermostatventile installiert werden.

Heizungspumpe: Alte Heizungspumpen sind manchmal wahre Stromfresser. Der Austausch gegen Hocheffizienzpumpen kann den Stromverbrauch der Pumpen um bis zu 80 Prozent verringern. Optimale Ergebnisse werden durch die Kombination von Pumpentausch und hydraulischem Abgleich erreicht.

Förderprogramme: Seit August 2016 fördert das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle den Heizungspumpentausch und den hydraulischen Abgleich sowie alle dafür erforderlichen Komponenten mit Zuschüssen. Die Einstellung der Heizkurve durch einen Fachmann ist ebenfalls förderfähig. Die Förderhöhe beträgt 30 Prozent der Nettoinvestition, höchstens 25.000 Euro je Standort.

Wie bei der Antragstellung zu verfahren ist, können Interessierte bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale erfahren. Einen Überblick über die Leistungsfähigkeit der Heizungsanlage und Tipps für ihre Optimierung bietet die Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen außerdem mit dem Heiz-Check, für den ein Energieberater nach Hause kommt und das System von Gas− oder Ölheizkessel, einer Fernwärmestation oder einer Wärmepumpe genau unter die Lupe nimmt.

Unter der kostenfreien Tel.-Nummer 0800 − 809 802 400 können Anfragen für einen Heiz-Check aufgenommen werden. Die Kostenbeteiligung beträgt 40 Euro, für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis ist das Angebot kostenlos.

Der Heiz-Check sowie alle weiteren Energieberatungsangebote für Mieter und Eigentümer werden gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Mehr Informationen unter www.verbraucherzentrale-energieberatung.de.


13.02.2017
Lohnt sich eine Solarstromanlage?
Das sagen die Energieberater der Verbraucherzentrale

Strom aus einer privaten Solarstromanlage − das bedeutet Unabhängigkeit von steigenden Energiepreisen und ein gutes Klimagewissen. Nun haben sich die Rahmenbedingungen für die Anlagen in den vergangenen Jahren kontinuierlich verändert. Viele Verbraucher sind daher unsicher, ob sich eine Photovoltaikanlage noch rentiert. Stephan Tannhäuser, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen, erläutert die Voraussetzungen für eine lohnende Investition.

"Ausgangspunkt für eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung ist zunächst der Anschaffungspreis der Anlage", erklärt Tannhäuser "Hier gibt es gute Nachrichten: Solarstromanlagen sind in den vergangenen zwölf Monaten nochmals günstiger geworden." So sind die Großhandelspreise für Solarmodule 2016 um etwa 15% gesunken.

Des Weiteren ist zu klären, wie viel Geld sich mit der Anlage sparen lässt. "Jede einzelne Anlage muss sorgfältig und individuell geplant werden, damit sie zum voraussichtlichen Stromverbrauch passt", betont Tannhäuser. Der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms ist stets die rentablere Variante, da jede selbst genutzte Kilowattstunde PV-Strom nicht beim Stromanbieter gekauft werden muss. In einem typischen Haushalt können zumeist 20 bis 30 Prozent des erzeugten Stroms selbst verbraucht werden. "Dieser Anteil lässt sich deutlich erhöhen, wenn die Anlage mit einem Batteriespeicher ausgestattet wird", ergänzt der Berater. "Mit dem Speicher steht auch nachts oder an wolkigen Tagen Sonnenstrom zur Verfügung."

Die Preise für Batteriespeicher sind 2016 ebenfalls gesunken. Zudem gibt es für Photovoltaikanlagen mit Batteriespeicher zinsgünstige Darlehen mit Tilgungszuschuss bei der Kreditanstalt für Wideraufbau (KfW). Den Tilgungszuschuss kann auch erhalten, wer bei einer bereits vorhandenen Solaranlage einen Batteriespeicher nachrüstet. Dennoch, so Tannhäuser, sollte immer im Einzelfall geprüft werden, ob sich die Anschaffung eines Speichers lohnt. Ein weiterer Faktor hinsichtlich der Rentabilität der Solarstromanlage ist der Verdienst durch den nicht selbst verbrauchten Strom. Die feste Vergütung für ins Netz eingespeisten Strom liegt bis Ende April 2017 bei 12,3 Cent pro Kilowattstunde für Anlagen bis 10 Kilowatt, die bis Ende April in Betrieb genommen werden.

"Ob eine Photovoltaikanlage sinnvoll realisiert werden kann, hängt nicht zuletzt von den Standortgegebenheiten ab. Vor der Anschaffung sollte daher genau geprüft werden, ob die Dachfläche in Bezug auf Ausrichtung, Neigung, Verschattungsfreiheit und Tragfähigkeit überhaupt für das geplante Vorhaben geeignet ist. Eine ausführliche Beratung sowie eine Einschätzung zur Wirtschaftlichkeit gibt es bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale.

Bei allen Fragen zum effizienten Einsatz von Energie in privaten Haushalten hilft die anbieterunabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale Mietern und Eigentümern: online, telefonisch oder mit einem persönlichen Beratungsgespräch. Für einkommensschwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de oder unter Tel. 0800 − 809 802 400 (kostenfrei).


12.01.2017
Keine Chance dem Schimmel
Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen gehen Ursachen auf den Grund und helfen vermeiden

Winterzeit, Schimmelzeit. Jetzt erobern sie die Wände: hässliche schwarze Flecken, oftmals die ersten Anzeichen für einen Schimmelpilzbefall. Der sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch mit Gesundheitsrisiken verbunden. Stephan Schwarzbold, Energieberater der Verbraucherzentrale Sachsen, erläutert die Ursachen des Schimmelbefalls und erklärt, wie man die eigene Wohnung schützen kann.

"Im Winter sind die Außenwände der Häuser und Wohnungen kalt. Auch die warme Raumluft kühlt sich dort ab. Mit sinkender Temperatur geht die Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasserdampf deutlich zurück, so dass an der Oberfläche der Wand die relative Luftfeuchte stark ansteigt. In diesen Bereichen mit besonders hoher Luftfeuchtigkeit findet der Schimmelpilz ideale Wachstumsbedingungen vor − auch ohne fühl- oder sichtbares Kondenswasser", erläutert Schwarzbold.

Die wichtigste Regel zum Schutz vor Schimmelpilz heißt deshalb: raus mit der feuchten Luft, am besten durch regelmäßiges, beherztes querlüften, vor allem nach dem Kochen und Baden. Ein Hygrometer, das die Raumluftfeuchte misst, ist dabei sehr hilfreich. Ebenfalls wichtig ist ausreichendes Heizen, damit die Wände nicht zu sehr auskühlen. Die maximale Luftfeuchtigkeit und die empfehlenswerte Raumtemperatur hängen dabei ganz wesentlich von der Außentemperatur und dem Dämmstandard des Hauses ab. Je besser die Dämmung, umso geringer ist das Schimmelrisiko, da die Wände weniger stark auskühlen.

Was aber ist zu tun, wenn der Schimmelschaden bereits da ist? Aus Sicht von Schwarzbold häufig ein Fall für den Fachmann: "Nur wirklich kleine und oberfläch­liche Schimmelschäden können in Eigenregie beseitigt werden. Ansonsten sollte ein Experte ans Werk gehen, um sicher zu gehen, dass auch die gesundheitsschäd­lichen Stoffwechselprodukte des Schimmelpilzes vollständig entfernt werden." Unterstützung vor allem bei der Klärung der Schimmelursachen erhalten Betroffene bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale Sachsen.

Bei allen Fragen zu den Ursachen und zur dauerhaften Vermeidung von Schimmel hilft die Energieberatung der Verbraucherzentrale: online, telefonisch, mit einem persönlichen Beratungsgespräch zu einem geringen Eigenanteil von 5 EUR pro halbe Stunde und bei Bedarf auch mit einem Detail-Check vor Ort. Für einkommens­schwache Haushalte mit entsprechendem Nachweis sind die vom Bundesminis­terium für Wirtschaft und Energie geförderten Beratungsangebote kostenfrei. Mehr Informationen gibt es auf www.verbraucherzentrale-energieberatung.de, Termine unter Tel. 0800 − 809 802 400 (kostenfrei).


Information
Bundesweite Rufnummer für Energieberatung:
0800 − 809 802 400
(kostenfrei)

Energieberatung der Verbraucherzentrale Sachsen



Beratungsstandorte
der Verbraucherzentrale Sachsen, an denen die Schwerpunktberatung erneuerbare Energien angeboten wird (in alpha­betischer Reihenfolge):

Adorf, Auerbach, Bautzen, Bischofswerda, Chemnitz, Dresden, Ebersbach, Eiben­stock, Frankenberg, Freiberg, Hoyerswerda, Kamenz, Klingenthal, Leipzig, Mittweida, Neu­stadt, Niesky, Oederan, Oelsnitz/Vogtland, Pirna, Riesa, Sebnitz, Treuen, Weißwasser



Kosten für die Schwerpunktberatung erneuerbare Energien: Eigenanteil von 5 EUR (wie für jede andere persönliche Energieberatung auch)
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